Virale Videos

Jede Firma träumt von einer Lotto-6 im Marketing, einem viralen Video. Dennoch kann eine Firma nicht viel tun, ausser warten und hoffen, dass das Video einschlägt. Da ich kein Facebook habe und auch sonst nicht auf sozialen Plattformen aktiv bin, hat es mich erstaunt, wie viele dieser Videos ich schon kenne. 90 % aller Videos auf Youtube werden durch gegenseitige Empehlung verbreitet. Findet diese Verbreitung schnell und in breiten Kreisen statt, wird von viralem Video gesprochen (Grabs und Bannour 2011, S. 275).

Ein gutes Beispiel ist der Mega-Whoosh Video von Bruno Kammerl. Dieser dauert 44 sek. In diesen 44 Sekunden sieht man, wie Kammerl einen Stunt macht. Er fliegt dank Anlauf mit Plastikfolie, zielgenau in ein Kinderplanschbecken. Innert drei Tagen wurde das Video mehr als 300‘000 Mal angeklickt. Knapp eine Woche später outet sich Microsoft, sie hätten das Video produziert und liessen ihren damit verbundenen Werbespruch fallen: „mach es machbar“ (Grabs und Bannour 2011, S. 276). Im Gegensatz zu herkömmlicher Fernsehwerbung welche in ca. 10 Sekunden über den Bildschirm flimmert, werden virale Videos gerne geschaut, weil diese besonders witzig oder originell sind. Wenn die Werbung jemandem gefällt, kann sie ganz einfach geliket werden und der Virus nimmt seinen Lauf. Genau das macht virale Videos so wertvoll, denn sie verbreiten sich kostenlos, schnell und meist weltweit, wie die Zeit online vom 07.03.14 berichtete.

Aber so schnell wie es mit der eigenen, positiven Werbung geht, so schnell geht es auch mit negativer Werbung. Mit United breaks guitars schaffte es David Carolls innerhalb von Wochen bekannt zu werden, das Video wurde über 15 Millionen Mal angeklickt. Das Video veröffentlichte Caroll nachdem er über ein Jahr lang mit United gestritten hatte, ihm die teure Taylor Gitarre zu ersetzen, welche bei einem Flug mit United kaputt gegangen war. Schliesslich schenkte Ihm Taylor Guitars zwei Gitarren, United meldete sich aber viel zu lange nicht bei ihm (Bernecker und Beilharz 2012, S. 20-22).

Wichtig ist vor allem, dabei zu beachten, dass Werbung gesetzlich als solche gekennzeichnet werden muss. Hier besteht aber das Problem darin, dass virale Videos eben genau nicht als Werbung wahrgenommen werden. Über den rechtlichen Aspekt von Werbevideos berichtet Thomas Schwenke in seinem Blog.

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