Social Media Marketing von Nonprofit-Organisationen

Durch die sozialen Medien gibt es neue Möglichkeiten für Werbung und vor allem neue Methoden für Unternehmen mit ihren Kunden zu interagieren. Das gilt auch für Nonprofit-Organisationen und ihre (potentiellen) Unterstützer. Laut dem Leitfaden “Social Media für NGOs“ hat das Internet „ein enormes Potenzial zur Aktivierung.“ Botschaften von Freunden haben in der heutigen Nachrichtenflut ein grosses Gewicht. Spender können zu Fundraising-Multiplikatoren werden, wenn sie in den sozialen Netzwerken ihre Spendentätigkeit mitteilen. Und wenn man die Unterstützer an den Projekten der Organisation teilhaben lässt, durch Transparenz und interessante Darstellung, kann man viele Befürworter gewinnen.
Es bedeutet aber auch einen grossen Aufwand laufend spannende Inhalte zu liefern und die verschiedenen Social Media Kanäle fortwährend zu pflegen. Aus diesem Grund sollte man nur so viele Social Media Werkzeuge einsetzen, wie man auch angemessen professionell bedienen kann (Agentur Nest et al. 2011, S. 5-11).

In den letzten Jahren werden immer mehr Nonprofit-Organisationen in den sozialen Netzwerken aktiv. Die Studie “NGOs im Social Web“ untersucht beispielsweise die digitalen Aktivitäten deutscher gemeinnütziger Organisationen und verzeichnet eine Zunahme der Integration von sozialen Medien in die Kampagnen- und Themenplanung von Nonprofit-Organisationen. Es ist mittlerweile klar, dass Social Media kein kurzfristiger Trend ist. Auch wenn einzelne Dienste eingehen, bleibt doch „das Bedürfnis der Menschen nach Teilhabe und Mitgestaltung“ (Kiefer 2014).

Ein schönes Beispiel für das Ausreizen der Möglichkeiten der sozialen Medien ist die Nonprofit-Organisation 2aid.org. Sie möchte extreme Armut lindern und jedem Zugang zu sauberem Wasser verschaffen. Solche Organisationen gibt es bereits viele. Doch die Gründerin von 2aid.org, Anna Vikky, erklärt in einem Interview warum ihre Organisation anders ist:
2aid.org arbeitet komplett online und kommuniziert via Social Media und anderen Online-Tools. Die Spender können durch die Webseite und den Blog von 2aid.org zeitnah sehen was mit ihren Spenden passiert. Zu allen Projekten gibt es Details zur Situation vor und nach der Realisierung, Fotos und GPS-Koordinaten. Auf 2aid.org kann man sich als Interessierter auch mit eigenen Projekten und Ideen einbringen, Aufgaben übernehmen oder eine eigene Spendenaktion starten (The Changer 2014).

Foto von Falco Peters für 2aid.org

Foto von Falco Peters für 2aid.org

Kann nun die Welt mittels Social Media Marketing von Nonprofit-Organisationen verbessert werden? Schwierig zu sagen, da der Erfolg von Social Media Marketing nicht so einfach gemessen werden kann (Weinberg 2010, S. 21).

Die Möglichkeiten für Nonprofit-Organisationen die Unterstützer miteinzubeziehen und ihnen zu zeigen wo ihre Spenden hingehen, sind aber auf jeden Fall vielfältiger geworden, was meines Erachtens sehr positiv ist.

Habt ihr schon mal online gespendet aufgrund einer Werbung von einem NGO oder von einem Freund in den sozialen Medien? Findet ihr es wichtig, dass man als Spender genau darüber informiert wird, wo die eigene Spende eingesetzt wird?

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