Social Media Marketing und ePartizipation

Nicht nur Firmen, sondern auch der Staat, Gemeinden oder politische Gruppen möchten über Social Media Aufmerksamkeit bekommen, Handlungen „in der richtigen Welt“ bewirken und den Leuten über die sozialen Medien die Möglichkeit geben mitzureden.

Beim Thema Bürgerbeteiligung in elektronischer Form, heisst das Schlagwort „ePartizipation“.
Das Ziel von ePartizipation ist es, Entscheidungsprozesse des Staats transparenter zu machen und das Wissen der Bevölkerung interaktiv zu nutzen. Bürger können sich austauschen und an Entscheidungen teilhaben.
Solche Möglichkeiten müssen aber auch beworben werden, damit die Bevölkerung darauf aufmerksam wird. Im Idealfall holt man die Zielgruppe dort ab, wo sie sich aufhält, in Online-Foren oder sozialen Netzwerken.
Bei ePartizipationsprojekten ist es wichtig die Teilnehmer auf dem Laufenden zu halten, beispielsweise über Facebook oder Twitter. Printmedien sollten aber auch nicht vergessen werden, da es meist sehr motivierend ist für Teilnehmer über „ihr“ Projekt oder Anliegen in der Lokalzeitung zu lesen (Internet und Gesellschaft Co:llaboratory 2010, S. 32-45).

Maximilian Byloff hat bei seiner Studie über die politische Partizipation von österreichischen Jugendlichen herausgefunden, welche Eigenschaften eine Facebook-Seite mit politischem Inhalt haben muss, damit sie für die Jugendlichen ansprechend ist: ‚Ehrlichkeit und Offenheit in der Kommunikation‘ finden 73.2% als sehr wichtig. ‚Schnelles Reagieren auf Kommentare und Fragen der User/Fans‘ und ‚häufiges Posten von interessanten Inhalten‘ sind für die Jugendlichen auch wesentlich. 49.2%, resp. 44.4% haben das als sehr wichtig eingestuft (Byloff 2012, S. 114).

Viele ePartizipationsprojekte versuchen Jugendliche zu erreichen. Wie beispielsweise ladebalken.info. Ladebalken bietet eine Plattform, um junge Menschen bei der Stadtplanung und Stadtentwicklung teilhaben zu lassen. Es können eigene Projekte für einige Stadtteile von Erfurt realisiert werden, wobei man dann finanziell unterstützt wird. Es werden kreative Ideen gesucht. Man wird beraten, aber man setzt das Projekt dann schlussendlich selber um. Im Werbevideo werden witzige Beispiel-Ideen genannt, wie ‚Fahrrad-Kino‘ oder ‚Stadtteil-Garten‘. Natürlich ist Ladebalken auch in den sozialen Medien, bei Facebook und Vimeo, vertreten (Plattform e.V. o. J.).

Ich denke, durch ePartizipation bekommt man schon mehr das Gefühl mitreden zu können, vor allem beispielsweise in einer Stadt, wo man den Stadtpräsidenten nicht einfach so in der Dorfbeiz trifft. Allerdings sind da gute Kontaktmöglichkeiten auch schon viel wert. Manche ePartizipationsprojekte wirken manchmal auch ein wenig „gesucht“ und sprechen eher nur einen sehr kleinen Teil der Bürger an.

Habt ihr schon mal an einem ePartizipationsprojekt mitgewirkt?

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