Online-Empfehlungen, Fluch oder Segen?

Stellen sie sich vor, sie schauen einen Film im Fernsehen und dieser wird alle 30 Minuten von 5 Minuten Werbung unterbrochen. Nervt sie das? Stellen sie sich vor, sie ändern ihr Facebook Status von „in einer Beziehung“ auf „verlobt“, sie bekommen nun Anzeigen von lokalen Hochzeitsfotografen, Catering Services und DJs. Würden sie sich daran nerven? Diese zweite Situation beschreibt Qualman (2009, S. 161-163) und die beschriebene Person stört sich nicht, sie empfindet die Werbung als hilfreich und nicht als störende Werbung. Mit sozialen Medien kann Werbung gezielter platziert werden und darum ist diese für uns nicht mehr störend, sondern hilfreich.

Für die Studie The Science of Friendship von Hotwire wurde in fünf Europäischen Ländern eine Untersuchung über die Nutzung von sozialen Medien und Online-Gewohnheiten gemacht. Die Ergebnisse zeigen vor allem zwischen Frau und Mann grosse Unterschiede auf. Obwohl Frauen weniger Empfehlungen über Social Media-Kanäle bekommen, sind diese eher bereit, das empfohlene Produkt auch zu kaufen. Erstaunlich ist, dass über soziale Medien empfohlene Produkte und/oder Marken, genauso wichtig seien, wie traditionelle Empfehlungen über Familienmitglieder oder Freundeskreis. Dies zeige sich vor allem bei den Themen Bücher, Filme, Musik und Sport. Mehr als die Hälfte der Befragten schauen sich die Empfehlungen, welche sie über eine Social Media Plattform erhalten, an. Rund ein Fünftel der Befragten kauften sich auf eine Empfehlung hin das empfohlene Produkt.

Und nun stellt sich noch die Frage, ob wir die Anzeigen z. B. auf Facebook auch so einschätzen, das es eher gute Ratschläge von Kollegen sind, oder ob wir uns daran nerven wie beim Fernsehen. Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass Firmen immer mehr auf das „Lieblingskundenprinzip“ setzten.

Grabs und Bannour (2011, S. 271)  beschreiben das Lieblingskundenprinzip wie folgend:

„Wenn zufriedene Kunden diese Inhalte mit ihren Freuden teilen, dann wird der Eine oder Andere dieser Freunde bald Kunde sein, denn er ist möglicherweise auch Teil der Zielgruppe und erfährt gerade von ihren Leistungen“

Nun würde es mich natürlich sehr interessieren, wie Ihr zu personalisierter Werbung am Rande der Sozialen Medien reagiert. Besitzt Ihr wie ich einen Werbeblocker? Habt ihr schon einmal auf eine solche Werbung geklickt? Stört Ihr euch überhaupt daran? Oder sind die Werbungen auch nützlich?

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